Homepage der Familie Treichel
aus der Stadt Eldagsen

Familie Treichel

 

Vor langer, langer Zeit als Kind dachte ich immer, der Name Treichel wäre ein eher exotischer Name, da ich keine anderen Menschen kannte, die auch so hießen, außer meine eigenen Verwandten. Im Laufe der Jahre blieb dieses Gefühl weitgehend bestehen. Erst mit der Aufnahme meiner genealogischen Forschungen mußte ich erstaunt feststellen, dass Treichels überall in der Welt reichhaltig vertreten sind.
Meinen eigenen Großvater Otto Treichel konnte ich leider nicht mehr zu so vielen offenen Fragen heranziehen, da ich erst nach seinem Tode die Ahnenforschung entdeckte. Doch hatte ich auch im väterlichen Zweig meiner Vorfahren rasch genealogische Erfolge in den Händen.
Es stellte sich heraus, dass meine Großmutter Hanna ( 2. Frau von Otto) bereits in der Vergangenheit einen Stammbaum der Familie Treichel erstellte und mir die Ergebnisse, viele alte Geburts/Sterbeurkunden usw. gerne zur weiteren Forschung überließ.

Mein Familienzweig der Treichels stammt seit Jahrhunderten aus Westpreußen, ansässig im Kreis Graudenz, zunächst in den Ortschaften Groß Leistenau (heute Lisnowo), später in Kgl. Buchwalde (heute Buk Pomorski). Dieser Bereich ist zu meinem großen Glück bereits sehr umfassend genealogisch erforscht worden, indem die Kirchenbücher der entsprechenden Kirchengemeinden ausgewertet worden sind.
Mein besonderer Dank gilt dabei ganz besonders Hans-Jürgen Wolf als Betreiber der Seite
www.westpreussen.de 
Durch Kontaktaufnahme konnte er mir die bereits erforschten Ergebnisse mitteilen und meine treichelsche Linie bis 1750 nachweisen. Mehr werden es allerdings wohl auch nicht werden, da die Kirchenbücher vor dieser Zeit nicht mehr existent sind.



Der Nachname Treichel

Wie wohl bei fast allen Namen erfuhr auch der Name Treichel durch die Jahrhunderte aufgrund verschiedener Einflüsse gleich mehrere Namensvariationen. So sind die Schreibweisen Treichel, Traichel, Treuchel, Trechel, Treichl u.ä oftmals für den selben Familienstamm anzufinden.

Zu der Bedeutung des Namens sind gleich mehrere Deutungen denkbar und auch gleichzeitig möglich. Dabei kommen sowohl geografische Gesichtspunkte als auch alte Berufsbezeichnungen in Betracht.

Nach den Forschungen des Ferdinand Traichel wurde das hauptsächliche Verbreitungsgebiet in Pommern vermutet, von da aus sich die Ausbreitung weiter nach Westpreußen, nach Polen und weiter nach Osten und Südosten zog.
Eine weitere starke Verbreitung des Names findet sich auch in Tirol.

Eine geografischen Zusammenhang könnte sich im pommerschen Bezug von dem Dorf Trechel im Kreise Naugard ergeben. Der zum Ort gehörende Eichwald Trechel wurde dabei bereits im Jahr 1272 in Urkunden erwähnt. Trechel-Namensträger sind in Pommern bereits 1460 durch Urkunden nachgewiesen. (1)

Den Bezug zur Berufsbezeichnung ergibt sich aus der mittelhochdeutschen Bedeutung "druch", der Falle, um wilde Tiere zu fangen = Jäger oder Fallensteller.
Im Althochdeutschen gibt es den Personennamen Dragil oder Dregil in der Bedeutung Träger, der somit ebenfalls eine Option ist. (2)
Schließlich bedeutet auch heute noch in der Schweiz die Treichel oder Treichle die Kuhglocke und damit die Möglichkeit der Namensgebung für den Hersteller der Kuhschelle. (3)

(1) Ferdinand Traichel, Verbreitung und Bedeutung des Namens Treichel, AGOFF, Band 3, Februar 1966, Lieferung 9, Seite 129
(2) Wilhelm Braune, Althochdeutsche Grammatik, §200 Anm. 1, § 163 Anm. 5, Tübingen 1963
(3) Duden, Familiennamen - Herkunft und Bedeutung, 2005, Seite 674


Du willst zur Stammlinie von Matthias Treichel ? Dann klicke hier !!


zum Seitenanfang

nach Oben